Falsch getankt

 

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Falsch getankt - was nun?

 

Beim Tanken ein paar Sekunden unaufmerksam und schon ist's passiert. - Plötzlich hat man die falsche Spritsorte im Tank!

Passieren kann so ein Tankfehler eigentlich jedem. Vor allem, wenn man mit verschiedenen Fahrzeugen fährt, die unterschiedliche Antriebe haben. Seien es Firmenfahrzeuge, Mietwagen, Autos der eigenen Familie oder der Leihwagen vom Kumpel. Und bei einem neu angeschafften Dieselfahrzeug muss man sich erst umgewöhnen, wenn man vorher einen Benziner fuhr. Oft sind auch die Sortenvielfalt und ähnlich lautende Kennzeichnungen an den Zapfsäulen schuld. Und Werbeaufkleber an den Zapfpistolen sind meist größer als die Spritsortenbezeichnung.

Bei den meisten aller Tankpannen wurde Benzin statt Diesel getankt. Der umgekehrte Fall, dass Dieselkraftstoff in einen Benzintank gefüllt wurde, ist eher selten. Aber es gibt ja auch Ersatzkanister...

 

An der Zapfsäule - falsch getankt!
Der Tank ist voll - jedoch mit dem falschen Sprit!

 

Wurde Superbenzin statt Normalbenzin getankt, kann man unbesorgt weiterfahren.

Normalbenzin (91 Oktan) statt Superbenzin (95 Oktan): Bei Fahrzeugen mit Klopfsensor stellt die Motorregelung den richtigen Zündzeitpunkt automatisch ein. Fahrzeuge ohne Klopfsensor machen sich bei diesem Tankfehler durch lautes "Nageln" beim Fahren bemerkbar. Man kann zwar weiterfahren, sollte aber möglichst bald Super plus (98 Oktan) nachtanken, sobald wieder Platz im Tank ist. Jedenfalls zurückhaltend fahren und den Motor nicht hochdrehen (Vollgas vermeiden).

Diesel statt Benzin: Der Motor läuft durch das willkürliche Zündverhalten des Diesels nur unwillig und sehr unruhig. Bereits durch geringe Mengen Diesel (schon bei nur etwa 5% Anteil) können Schäden an Motor und Katalysator entstehen. Also muss das Kraftstoffgemisch aus Tank und Leitungen abgepumpt werden.

Benzin statt Diesel
: Handelt es sich bei dem falsch betankten Dieselfahrzeug um einen Motortyp der alten Generation (mit indirekter Einspritzung), haben Sie Glück, weil diese einen bestimmten Benzinanteil (bis zu 30%) im Diesel vertragen können. Z.B.diese Baureihen: Mercedes Typen 123 und 124 (mit Vorkammer), Golf 1 und 2 (mit Wirbelkammer), Peugeot 205 D.

Bei den anderen Dieselfahrzeugtypen mit Direkteinspritzung (Pumpe-Düse- oder Common-Rail-Technik) muss schon bei wenigen Litern falscher Sprit (etwa 5%) vor der Weiterfahrt unbedingt der schädliche Treibstoff-Mix aus dem Tank geholt werden. Jedoch nur von einem darin erfahrenen Fachmann - mit der entsprechenden Ausrüstung. (Feuergefahr durch elektrostatische Aufladung!)

 

Nach dem Abpumpen kann die Fahrt fortgesetzt werden
Nach dem Abpumpen und dem Durchspülen kann die Fahrt fortgesetzt werden

 

Schlimm kann es werden, wenn man mit der Benzin/Diesel-Mischung weiterfährt. Es beginnt mit ungewöhnlichen und lauten Motorgeräuschen ("Nageln") und Motorstottern, bis der Wagen schließlich stehenbleibt und möglicherweise bereits Schäden an der Einspritzanlage und am Motor entstanden sind.

 

Durch eine Weiterfahrt mit dem falschen Sprit riskiert man den Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Fahrzeughersteller. Für die gesamte Kraftstoffanlage und den Motor. Auch für spätere Reparaturen von Folgeschäden.

 

Externe Links:

ARD Ratgeber Auto+Verkehr Video (Achtung, das Video ist 46 MB groß)
RP online Auto & Mobil - News